Mit 81 noch zum pakistanischen Starautor?

Etwa 40 Jahre versauerte das Manuskript zu Der Weg des Falken in Jamil Ahmads Schublade. Heute nominiert für den „Man Asian“-Literaturpreis, wollte es in den 70er Jahren keiner veröffentlichen. Zu altmodisch sei die Sprache gewesen.

Einzig und allein seiner Frau Helga, gebürtige Oberbayerin, war es geschuldet, dass diese kleine Perle pakistanischer Fiktion überdauerte. Als Ahmads Bruder von einem Kurzgeschichtenwettbewerb hörte, drängte er ihn das Manuskript einzureichen. So kam es, dass Ahmads Literatur den Sprung in die renommierten Verlage schaffte.

Der Autor war schon immer fasziniert von den pakistanischen Stammesgebieten. So schildert er in seiner Geschichte die Reise eines Waisen, des „wandernden Falken“, der den Ehrenmord an seinen Eltern durch die Männer des Stammes wundersamer Weise überlebte. Jede der kurzen Geschichten ist in sich abgeschlossen, jedoch ergeben sie zusammen ein großes Ganzes.

© HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH

Erscheinungsdatum: 19.02.2013
Verlag: HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
192 Seiten
19,99 €