Jahrzehnte lang dominierte Pakistan den Squash Sport wie kein anderes Land. Die beiden Legenden Jahangir Khan und Jansher Khan gelten noch bis heute als die besten Squashspieler aller Zeiten. Zwischen 1981 und 1996 gewannen sie 13 der 15 Weltmeistertitel! (Außerdem 17 British Open Siege in Folge 1982-97) Doch seit dem letzten großen Turniersieg eines Pakistaners sind inzwischen 20 Jahre vergangen. Haben die Pakistani ihren Volkssport verlernt?

Verlernt sicherlich nicht, nur reicht es nicht zur Weltspitze! Squash ist in Pakistan nach wie vor besonders populär. So gibt es genügend junge und talentierte Spieler im Land. Das Problem scheint die unzureichende Talentförderung zu sein.

Die Squash Legende Jahangir Khan startete deshalb das Projekt CHIPS (Champion Hunt Initiative Programme for Squash). Er möchte den jungen Spielern die Möglichkeit geben, durch professionelles Training auf ein Toplevel zu gelangen und so dem pakistanischen Volkssport zu alter Größe verhelfen.

Jahangir erbaute eine Akademie in der die jungen Spieler individuell gefördert und von der Legende persönlich gecoacht werden. Dort haben sie auch dank finanzstarken Geldgebern die Möglichkeit an internationalen Turnieren teilzunehmen.

Der pakistanische Verband kümmert sich ebenfalls um junge Spieler und gründete viele Trainingszentren. Das Problem scheint also erkannt worden zu sein. Steht Pakistan vor einer neuen goldenen Ära? Jahangir Khan selbst ist davon überzeugt, dass mit genügend Training und Disziplin die Sportler eine ähnlich erfolgreiche Karriere wie er selbst einschlagen könnten.

Die Erfolge aus den 80er und 90er-Jahren gelten allerdings als Ewigkeitsrekorde. So bleibt abzuwarten, ob Trainingszentren und Förderprogramme erfolgreich sein werden. Im Moment ist der Sport noch fest in der Hand anderer Nationen.