Schauspieler Riz Ahmed schaffte am vergangenen Wochenende das, was noch kein Pakistaner vor ihm geschafft hatte: Er gewann einen Emmy. Die amerikanische Auszeichnung würdigt herausragende schauspielerische Leistung in TV- und Serienproduktionen. Der Riz Ahmed verliehene sogenannte „Oscar für Fernsehserien“ bedeutet neben einer großen Ehre auch ein neues Zeitalter für die Wahrnehmung pakistanischer Künstler.

By Gordon Correll (own work) [(CC BY-SA 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/] via flickr

Die Auszeichnung für die „herausragendste Leistung in einer Mini-Serie“ war hart umkämpftes Terrain: Neben Gewinner Riz Ahmed buhlten auch Show-Größen wie Robert de Niro oder Benedict Cumberbatch um den Preis. Dass der aus verschiedenen Filmproduktionen („Four Lions“ oder „Star Wars: Rouge One“) einem breiten Publikum bekannt gewordene Riz Ahmed den Preis erhält, ist somit eine große Überraschung. Ermöglicht hat ihm dies seine herausragende Performance in der Serie „The Night of“, in der er einen Pakistaner in New York mimt, der des Mordes an einem Mädchen angeklagt wird.

In seiner Dankesrede macht er auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufmerksam. Ein Schauspieler, der noch eine große Karriere vor sich hat, aber dennoch nicht vergessen hat, woher er kommt und mit welchen Vorurteilen sich manche aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Aussehens konfrontiert sehen.