Cricket ist in Pakistan mehr als nur ein Sport, es ist so etwas wie eine zweite Religion. Manche sagen sogar, dass Cricket die Wunden des Krieges heilen kann und die verfeindeten Nachbarstaaten Indien und Pakistan wieder näher zusammenbringt. Am Sonntag, den 04.06. geschah auf dem Eschborner Sportfeld genau das: Als beide Nationalmannschaften bei der ICC Champions Trophy in London aufeinander trafen, versammelten sich etwa 350 in Deutschland lebende Inder und Pakistaner, um sich gemeinsam diesen Klassiker anzuschauen. Unterstützt wurde diese Veranstaltung vom Deutschen Cricketbund (DCB) und dem Geldtransferunternehmen MoneyGram.

 

Ein Spiel mit Spaß und Geduld

Für den Laien ist Cricket ein chaotisches Durcheinander aus Schreien, Rennen, Werfen und Schlagen. Gespielt wird auf einem Rasenfeld mit zwei Mannschaften und je elf Spielern. Beim Cricket dreht sich alles um das Duell zwischen Werfer und Schlagmann. Der Werfer läuft an und zielt den Ball aus Kork und Leder in das gegnerische Tor. Wenn er trifft, scheidet der Schlagmann der anderen Mannschaft aus. Der wiederum versucht natürlich ein Tor zu verhindern und den Ball mit seiner breiten Kelle so zu schlagen, dass die Mannschaft des Werfers ihn auf dem Feld nicht so schnell bekommt. In dieser Zeit kann der Schläger durch Laufen punkten. Fängt ein Spieler der gegnerischen Mannschaft jedoch seinen geschlagenen Ball direkt aus der Luft, ist er draußen. Wer Cricket spielt oder schaut, braucht jede Menge Geduld, denn eine Begegnung kann locker sieben Stunden dauern.

Indien gewann relativ einfach mit 124 Runs vor allem aufgrund ihrer Schlagstärke, die die beste der bis dahin vier Turnierspiele war. Hier könnt ihr euch nocheinmal die Highlights des Spiels ansehen:

 

„Wann gibt es das nächste Public Viewing?“

Auch die Zuschauer in Eschborn waren begeistert, denn das Veranstalterteam hatte nicht nur eine große LED-Leinwand für die Fans aufgebaut, sondern auch Essensstände mit Spezialitäten aus beiden Ländern organisiert. Auch während der zweistündigen Regenpause kam keine Langeweile auf. Bei der extra eingerichteten MoneyGram-Fotostation konnten sich die Gäste fotographieren lassen und die Bilder direkt mit nach Hause nehmen, sodass ihnen dieser Tag immer in Erinnerung bleiben wird. Stimmen, wie „Super organisiert, bitte nochmal sowas veranstalten“, „Wann gibt es das nächste Public Viewing?“ oder „Macht ihr auch andere Events – wie Diwali?“ zeigten, dass es wohl nicht das letzte Public Viewing dieser Art gewesen sein wird.