Islamabad.

Die Hauptstadt Pakistans beherbergt Luxushotels, Stadien, Moscheen und zahlreiche ausländische Botschaften. Wer hätte gedacht, dass die Planung der Metropole eigentlich gegen die Vorstellungen des Auftraggebers gingen?

1958 beauftragten die pakistanischen Generäle den griechischen Großarchitekten Constantinos Doxiadis damit, eine Stadt zu bauen, die zugleich islamisch und modern sein sollte.

Doch Doxiadis entwickelte seine eigenen Methoden. Er erkundete das Areal, das bebaut werden sollte, mit Flugzeug und Zug und studierte Bauweise und Lebensumstände der bereits ansässigen Menschen.

Seine Stadt sollte nicht nur ein Monument für die reiche Elite sein, sondern auch für die Masse taugen und es ihnen erlauben, sich weiter zu entwickeln und trotzdem ihre Traditionen beibehalten zu können.

Islambad besteht aus mehreren Sektoren, alle verbunden durch ein schachbrettartiges Muster aus Straßen, zwischen denen sich kleine, niedrige Häuser und Gassen ansammeln.

Zuerst wuchs die Stadt sehr langsam, aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln. 1966 wurde sie dann offiziell zur Hauptstadt gemacht, obwohl zu diesem Zeitpunkt nur etwa 250.000 Menschen dort lebten. 1990 erlebte Islamabad einen wahren Bevölkerungsboom, bei dem in kurzer Zeit sehr viele Sektoren hinzugefügt wurden. Heute leben an die 700.000 Menschen auf 900.000 km² zusammen.