Die jüngste Friedensnobelpreisträgerin der Geschichte, Malala Yousafzai, ist eine der beeindruckendsten und positivsten Aushängeschilder des Landes Pakistan. Mit ihren erst 18 Jahren hat sie bereits ein ereignisreiches Leben hinter sich.

Malala stammt aus dem Swat-Tal in Pakistan. Als sie 10 Jahre alt ist nimmt die islamistische Taliban das Swat-Tal ein. Eine Terrorherrschaft beginnt, in der die Taliban in Form von Gewalt den Menschen ihre strengen Regeln aufzwingen wollen. Das Ziel der Terroreinheit ist es, vor Ort einen Gottesstaat zu errichten und die Scharia einzuführen. Unter anderem bedeutet das, dass es Mädchen verboten ist, zur Schule zu gehen. Mädchen und Frauen werden dazu gezwungen sich zu verschleiern. Sie dürfen keine Musik hören und nicht tanzen.

Malala beginnt im Alter von 11 ihre Erlebnisse und den alltäglichen Terror, in einem BBC-Blog als eine Art Tagebuch aufzuschreiben. Sie nennt sich „Gul Makai“ – „Kornblume“ – und berichtet über die Herrschaft der Taliban und die dadurch ausgelösten radikalen Veränderungen für ihr Leben und für das Leben aller Frauen vor Ort. Initiiert wurde dieses Medium von der BBC selbst, die Mädchen suchte, um von ihrem Schicksal zu berichten. Malala erreicht damit hunderttausende Leser. Augenzeugenberichte aus dem Swat-Tal waren zu dieser Zeit eine absolute Seltenheit. Sie erlangt durch ihre Veröffentlichungen zunehmend Popularität und tritt in der Folge auch öffentlich auf. Sie protestiert öffentlich und organisiert des Weiteren auch Demonstrationen gegen die Unterdrückung der Frauen und der Schließung von Schulen. Hierdurch gibt sie ihre „Tarnung“ auf und wird dadurch auch zur Zielscheibe der Taliban.

Im Jahr 2009 wurde die Taliban durch die pakistanische Armee auf dem Swat-Tal vertrieben. Jedoch hat sich die Region verändert. Frauen verlassen selten das Haus und die Gegend ist durch Patrouillen von Soldaten gekennzeichnet. Malala ist mittlerweile 15 Jahre alt, als ihr Schulbus von zwei Taliban-Kämpfern gestürmt wird. Sie sind auf der Suche nach Malala. Eine beklemmende Stille herrscht im Bus, doch Malala bleibt nicht unerkannt mit ihrem unverschleierten Gesicht. Einer der Kämpfer richtet eine Waffe auf sie und drückt ab. Sie wird in ein pakistanisches Militärkrankenhaus gebracht, notoperiert und in der Folge nach Birmingham in eine Spezialklinik geflogen, um weitere Operationen durchzuführen. Wie durch ein Wunder überlebt sie das Attentat.

Seit diesem Anschlag ist sie nicht mehr nach Pakistan zurückgekehrt und lebt mittlerweile mit ihren Eltern und Brüdern in Großbritannien. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, kämpft weiterhin für die Menschenrechte. Die Taliban drohen derweil immer noch sie umzubringen, sobald sie nach Pakistan zurückkehrt. Für ihren unbändigen Mut und ihr Engagement hat sie bereits einige Preise und Ehrungen erhalten. Wie schon angesprochen den Friedensnobelpreis, sowie den Sacharow-Preis, welcher als der größte für Menschenrechte in Europa betitelt wird. Malala setzt sich immer noch stark für die Rechte von Mädchen und strebt an, den Schulausbau weiter voranzutreiben.

Mit dem Kinofilm „Malala-Ihr Recht auf Bildung“ zeigt uns der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Davis Guggenheim (Eine unbequeme Wahrheit, Waiting for Superman, It Might Get Loud) die Lebensgeschichte von Malala Yousafzai!

Im Folgenden findet ihr den Trailer zum angesprochenen Film! Weitere Informationen findet ihr https://www.malala.org/!

Schaut unbedingt rein, es lohnt sich!