Das Rolling Stone schrieb einmal, die „beste Stimme der ganzen Welt“ gehöre Nusrat Fateh Ali Khan.

Geboren wurde der bekannte Musiker am 13. Oktober 1948 in Faisalabad. Sehr zum Missfallen seines Vaters Fateh Ali Khan, seinerseits selbst Qawwali-Sänger, wandte sich der junge Pakistaner von einer Laufbahn als Arzt ab und strebte ein Leben als Musiker an.
Nach dem Tod seines Vaters wurde seine musikalische Ausbildung von seinem Onkel weiter geführt. 1971 wurde Khan dann endlich zu Meister des Qawwali ernannt und wurde somit zum musikalischen Oberhaupt des Familienensembles.

Qawwali ist eigentlich tief im Sufismus verankert, der islamischen Mystik. Anhänger versuchen sich auf verschiedenen Wegen Gott zu nähern, zum Beispiel durch die ekstatische Wirkung von Musik.

Eine Aufführung beginnt immer mit dem Hamd, der Lobpreisung an Gott. Daraufhin wird einstimmig gesungen, begleitet von Trommeln, Händeklatschen und einem Harmonium. Die Texte variieren von Gedichten, die sich an Gott oder den Propheten Mohammed richten, bis hin zu unzusammenhängenden Silben, die meist nur ein Intermezzo in einem Stück darstellen. Vieles wird spontan improvisiert.

Qawwali ist immer mehr westlichen Einflüssen unterworfen, Nusrat Fateh Ali Khan trug einen erheblichen Beitrag dazu bei.
Der Pakistaner arbeitete im Laufe seines Lebens mit unterschiedlichen westlichen Musikern zusammen, wie zum Beispiel Pearl Jam, Michael Brook oder Massive Attack.

Seine Stimme ist im Soundtrack vieler Hollywoodstreifen zu hören, darunter Dead Man Walking, Long Walk Home, Natural Born Killers und Gangs of New York.

Nur 7 Jahre nach seiner Welttournee, die ihn mitsamt Band, „The Party“, durch Amerika, Europa und Australien führte, verstarb er 1997 in London. Nach seinem Tod nahm sein Neffe seinen Platz als Sänger ein.

Nusrat Fateh Ali Khan wird jedoch auf ewig als „pakistanischer Pavarotti“ in die Geschichte eingehen.